Transfer Impact Assessment – Sicherheit für Ihre internationalen Datenübermittlungen

Was ist ein Transfer Impact Assessment?

Ein Transfer Impact Assessment (TIA) ist ein systematisches Verfahren, um die Risiken zu bewerten, die mit der Übermittlung personenbezogener Daten in Länder außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) verbunden sind. Ziel ist es sicherzustellen, dass diese Datenübermittlungen den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) entsprechen und dass die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen geschützt bleiben. Der TIA prüft insbesondere die datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen im Empfängerland und die dort geltenden Überwachungs- und Zugriffsmöglichkeiten durch Behörden.

Einblicke in den Unternehmensalltag: Praxisnahe Beispiele für Transfer Impact Assessments

Stellen Sie sich vor, Ihr Unternehmen nutzt Cloud-Dienste eines Anbieters in den USA, um Kunden- und Mitarbeiterdaten zu speichern. Ein Transfer Impact Assessment hilft Ihnen, die datenschutzrechtlichen Risiken dieser Datenübermittlung zu bewerten und sicherzustellen, dass geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Ein weiteres Beispiel ist die Nutzung von Drittanbietern für technische Supportleistungen, die Zugriff auf personenbezogene Daten haben. Auch hier ist ein TIA erforderlich, um die Einhaltung der DSGVO sicherzustellen.

Wann ist ein Transfer Impact Assessment erforderlich?

Ein TIA ist erforderlich, wenn personenbezogene Daten in ein Drittland übermittelt werden, das nicht über ein angemessenes Datenschutzniveau verfügt, wie es von der Europäischen Kommission anerkannt wurde. Dies gilt insbesondere in folgenden Fällen:

  • Fehlendes Angemessenheitsbeschluss: Das Empfängerland hat keinen Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission.
  • Neue Technologien und Prozesse: Einführung neuer Technologien oder Prozesse, die personenbezogene Daten betreffen.
  • Hohe Risiken: Datenübermittlungen, die aufgrund ihrer Art, des Umfangs oder der Umstände ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen darstellen könnten.

Die Anforderungen an den Transfer Impact Assessment sind in der DSGVO und den damit verbundenen Richtlinien und Urteilen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) verankert. Insbesondere das Schrems II-Urteil hat die Bedeutung von TIAs hervorgehoben. Art. 44 bis 50 der DSGVO regeln die Bedingungen für internationale Datenübermittlungen und fordern, dass Unternehmen sicherstellen, dass das Schutzniveau für personenbezogene Daten auch im Drittland gewährleistet ist.

Transfer Impact Assessment Schritt für Schritt

Ein TIA umfasst mehrere Schritte:

  • Beschreibung der geplanten Übertragung: Detaillierte Erfassung der Datenübermittlung und aller beteiligten Parteien.
  • Definition der TIA-Parameter: Festlegung der Bewertungszeiträume und der relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen.
  • Bewertung bestehender Schutzmaßnahmen: Prüfung der technischen und organisatorischen Maßnahmen, die den Datenschutz gewährleisten.
  • Risikobewertung: Analyse der Wahrscheinlichkeit und des Ausmaßes eines möglichen unrechtmäßigen Zugriffs durch Behörden im Empfängerland.

Unsere Expertise – Ihr Vorteil

Gerne stehen wir Ihnen bei der Durchführung von Transfer Impact Assessments zur Seite. Wir helfen Ihnen dabei, die rechtlichen Anforderungen zu erfassen und umzusetzen, die datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen im Empfängerland zu analysieren und geeignete Maßnahmen zur Risikominderung zu entwickeln. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Ihre internationalen Datenübermittlungen sicher und gesetzeskonform erfolgen. Unser Ziel ist es, sämtliche Datenprozesse optimal abzusichern und die Einhaltung aller Datenschutzvorgaben sicherzustellen.

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