Ihr Fahrplan bei Datenschutzvorfällen – Meldepflichten und Maßnahmen

Trotz umfassender Sicherheitsmaßnahmen können sowohl externe Angriffe als auch internes Fehlverhalten zu Datenschutzverletzungen führen. Wenn ein solcher Vorfall eintritt und ein Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen darstellt, muss die Datenpanne unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden der zuständigen Aufsichtsbehörde gemeldet werden. In solchen Situationen ist schnelles Handeln gefragt!

Was liegt ein meldepflichtiger Datenschutzvorfall vor?

Ein Datenschutzvorfall, auch als Datenpanne bekannt, liegt vor, wenn personenbezogene Daten unrechtmäßig offengelegt, verloren, verändert oder unbefugt zugänglich gemacht werden. Dies kann durch einen Cyberangriff, menschliches Versagen oder technische Fehler geschehen. Häufig auftretende Beispiele sind das versehentliche Versenden einer E-Mail mit sensiblen Kundendaten an einen falschen Empfänger, ein Hackerangriff auf ein Unternehmensnetzwerk, der Zugang zu vertraulichen Informationen ermöglicht, oder die Nutzung eines unsicheren öffentlichen WLAN-Netzwerks, wodurch personenbezogene Daten abgefangen werden können. Auch der Verlust eines unverschlüsselten USB-Sticks oder Mobilgeräts mit wichtigen Geschäfts- und Personaldaten ist ein typischer Vorfall, der erhebliche Datenschutzrisiken birgt. Solche Szenarien sind heute besonders relevant und erfordern ein schnelles und effektives Management, um die betroffenen Daten und Personen zu schützen.

Die Meldepflicht von Datenschutzverletzungen ergibt sich aus Art. 33 DSGVO. Die Meldung muss im „Falle einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten erfolgen, es sei denn, dass die Verletzung voraussichtlich nicht zu einem Risiko führt. Es muss daher im Einzelfall beurteilt werden, ob eine Datenschutzverletzung gemeldet werden muss oder nicht. Fehleinschätzungen gehen dabei stets zu Lasten des Unternehmens. Artikel 34 DSGVO verlangt zudem, dass die betroffenen Personen informiert werden müssen, wenn der Vorfall voraussichtlich ein hohes Risiko für ihre Rechte und Freiheiten darstellt.

Wie ist mit einem Datenschutzvorfall umzugehen?

Sobald ein Datenschutzvorfall erkannt wird, ist schnelles Handeln erforderlich. Die wichtigsten Schritte sind:

  • Identifizierung und Bewertung: Sofort den Vorfall erkennen und dessen Umfang und Schwere einschätzen.
  • Eindämmung und Behebung: Maßnahmen ergreifen, um den Vorfall zu stoppen und die Ursachen zu beheben.
  • Dokumentation: Den Vorfall umfassend dokumentieren, einschließlich aller getroffenen Maßnahmen.
  • Meldung und Benachrichtigung: Aufsichtsbehörde und ggf. betroffene Personen informieren.

Ihr starker Partner auch in Krisenzeiten

Mit unserer umfassenden Expertise im Datenschutzrecht stehen wir Ihnen in Krisensituationen zuverlässig zur Seite. Wir unterstützen Sie dabei, den Datenschutzvorfall präzise zu bewerten und die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus begleiten wir Sie bei der fristgerechten Meldung an die zuständige Aufsichtsbehörde gemäß Art. 33 DSGVO und der Information der betroffenen Personen gemäß Art. 34 DSGVO, wenn dies notwendig ist. In diesem Kontext prüfen wir sorgfältig, ob der Datenschutzvorfall ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen darstellt und unterstützen Sie bei der Umsetzung der Anforderungen des Art. 34 DSGVO. Gemeinsam entwickeln wir Strategien und Maßnahmen, um zukünftige Datenschutzvorfälle zu verhindern und Ihr Unternehmen datenschutzrechtlich abzusichern.

Ein effektives Management einer Datenpanne bietet Ihnen die Chance, Bußgelder zu vermeiden und weitreichende Reputationsschäden abzuwenden. Vertrauen Sie auf unsere Expertise und sichern Sie die Zukunft Ihres Unternehmens durch proaktive und kompetente Unterstützung im Datenschutz.

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